Schabernack im Skagerrak

Erwachsene Menschen, die mit Schlafsäcken und Wolldecken in Garageneingängen und Waldlichtungen liegen? Das sind natürlich die Trapper, die heute morgen von den kleinen Piraten gejagt und von denen sie kleine Namenkärtchen erbeuten mussten. Die rasende Reporterin Maja aus der Zeitungs-AG hat für uns ein paar Beweis-Fotos geschossen.

Am Nachmittag musste die Mannschaft sich wieder auf die finale Schlacht gegen Käptn Montgomery vorbereiten. Da man sich bei Säbel-duellen aber zu schnell schneidet, wurde Hand-Auge-Koordination und Kraft im Handgelenk beim großen Tischtennisturnier trainiert. Mit klangvollen Teamnamen wie zum Beispiel „Die geilen Reichen“, „Die Brokkoliköppe“, „Die Einfallslosen“, „Team Schlecht“ und „Kellenkrieger“ traten die Recken gegeneinander an, doch am Ende ging das Team „Jubostus“ (Eine Kombination der Namen Justus und Bo) siegreich aus diesem Wettstreit hervor.

In der Nacht ging es nach dem Lagerfeuer in den dunklen Wald zur Gruselnachtwanderung. Rabea verlas an einer stockdunklen Kreuzung die düstere Geschichte von Käptn Ahab und Moby Dick und zum Ende mussten sich die Piraten durch den Geisterpfad trauen, in dem diverse spukige Gestalten ihr Unwesen trieben. Lange war das Schreien und Kreischen im finsteren Wald zu vernehmen, doch jeder der tapferen Piraten kam sicher wieder im Lager an.

Elephantenfriedhof – the Endgame und das Spacken Open Air

Den fiesen Engländern unter ihrem Kommandanten Montgomery und dem Verräter William konnten die Piraten heute beim Spiel Seemannsgrab Elephantenfriedhof (Anmerkung von Enton: Es wird immer Elephantenfriedhof heißen, unabhängig vom Lagermotto! IMMEEEERRRRR Harharhar!) eine empfindliche Schlappe beibringen! Jede der vier Mannschaften konnte einmal den mächtigsten Spieler, Montgomery und den zweitmächtigsten, William, der vermutlich durch einen dunklen Voodoo-Zauber gleich fünf mal auf dem Schlachtfeld vertreten war, wegkegeln. Allerdings musste auch jede der Mannschaften eine Niederlage einstecken. So war dies nur eine Zwischenschlacht und alle Mannschaften zogen sich am Ende zum Mittagsessen zurück, um sich neu zu stärken.
Nachmittags wurden in den AGs weiter fleißig Schiffe gebaut, Werwölfe gejagt oder unter großen Eichen gechillt.
Am Abend öffnete dann zur Stärkung des Zusammenhalts der Mannschaft das Spacken Open Air seine Pforten. Nach Clap-Snap Mitmach Song und der Auslobung der besten Kostümierung durch die illustre Jury bestehend aus Stefan Raab, Jorge Gonzalez, Heidi Klum und Harald Glööckler wurde sich head-bangend, armwedelnd und hüpfend noch einmal richtig verausgabt, bevor wie jeden Tag um 22 Uhr vom Feldherrnhügel Trompetenklang gespielt von Enton zum Zapfenstreich ertönte.

Über die Planke, Pirat!

Aber mit dem Hintern zuerst! Wir wollen, dass es platscht!
Heute bei karibischen Temperaturen stand Spaddel- und Arschbombentraining auf dem Programm. Taktisches Geblubbere unter Wasser, Bürgermeisterspringen, Streckentauchen und Entern von Gummitieren.

Am Vormittag gabs noch Gruppengestaltung mit dem heutigen Highlight in der Kombüse unten im Dorf (die verdächtig nach dem Dorfbräuhaus aussah). Nach einem Security-Check konnten die kleinen Piraten in einem leicht dem Wahnsinn anheim gefallenen Supermarkt Snack kaufen und mussten dabei an der ihre Praktikantin (Enton) knechtenden Supermarkt-Azubine (Lea) vorbeikommen: „Du musst die Haribotüten mitm Etikett nach VORNEEE sortieren! Da is was ausgelaufen an Gang 3! Du musst feudeln und der Kundschaft stark im Weg stehen!“
Bezahlt wurde bei den beiden Kassierern (Marc und Lasse), die erst kurz vorher einen neuen Song released haben, der aufdringlich durch die Supermarktsoundanlage schallerte: „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft…“ (den Rest der Lyrics dieses Bangers kann man auf alten Reichsmark-Banknoten nachlesen). Durch diesen Lärm hindurch wurden die Piraten dann beim Bezahlen gefragt: „Hamsie die Kombüse Plus App?“ gefolgt von: „Chef, ich mach gleich Pause, ja?“
Danach noch am streng dreinblickenden Ladendetektiv vorbei und schnell wieder nach draußen. Eins ist sicher: Wer diesen Supermarkt übersteht, übersteht auch den stärksten Sturm!

Meerjungfrauen, Matrosen, Mottotag

Die epische Geschichte ging heute weiter! 165 scharmützel-willige Piraten zogen aus, William und Georgie bei ihrem Kampf zu unterstützen. Dabei mussten sie Käptn Jack Sparrow und Elizabeth Swan unter den Tisch trinken, verborgene Edelsteine aus moddrigem Wasser fischen, Schatzkartenteile suchen und richtig zusammensetzen, mit Enterhaken Schiffsteile bergen, ohne vom bissigen Hai gefressen zu werden, Palstek knoten lernen, heisere Sirenen beim Singen unterstützen und einiges mehr! Bei jeder bestandenen Prüfung gab es Goldmünzen als Beute.
Zu guter Letzt konnten sie den gefangenen William aus der Gefangenschaft der Engländer befreien, indem sie sich erst um die Wache herumschleichen, William losbinden und danach der Wache erst Gold und danach noch die Waffen abnehmen (wie der das wohl seinem Offizier erklären wird…?).
Zurück im Lager Landenhausen dann aber die unerwartete Wendung: Der böse Kommandant der Engländer Montgomery steckt mit William unter einer Decke! Er hatte diesen teuflischen Plan ausgeheckt um die Piraten zu benutzen, für ihn den Goldschatz rauben! Nun macht er sich mit William und dem Gold aus dem Staub! Skandaaal!
Die Piraten schwören Rache … wollen aber erstmal ein paar Tage drüber schlafen. Das ist immer hilfreich, wenn man wütend ist, um nicht überstürzt zu handeln und erstmal runterzukommen. Vielleicht hilft auch erstmal ein kleiner Kamillentee.
Damit endete dieser spektakuläre Mottotag und die Crew zieht sich erstmal in ihre Zeltburgen zurück.

Einmal nach Kuala Lumpur und zurück

Tag 3 unserer Kaperfahrt – das heißt: Lagerolümpijahdeee (wie man bei uns im Norden secht).
Wasser mit Schwämmen von A nach B transportieren, Wasser-pong spielen, Wasserwetttrinken, am Hintern festgebundene Stifte in Wasserflaschen reinbommeln. Viele der Spiele drehten sich darum, Resilienz zum Element Wasser aufzubauen – äußerst wichtiges Training für die Mannschaft unserer Landenhausen-Brigantine! Davor gabs auch noch den ersten Gruppengestaltungsvormittag.

Abends startete dann die Geschichte unseres diesjährigen Lagermottos: „Auf hoher See“. Die beiden Brüder William und George sind welt… äh nee… birdmountainbay-weit bekannte Seefahrer, von Mast Auschau haltend, Riffumschiffend, Grog… äh… Apfelsaftsaufend… man kennt das ja. Eines Tages wird William von sehr unsymphatischen segelnden Engländern gefangen genommen und ohne Prozess zum Tode verurteilt. Kurz bevor der Strick sein Schicksal besiegelt, wird er allerdings von Georgie gerettet und die beiden fliehen. Gleichzeitig segeln Käptn Blaubär und Hein Blöd durch die Gewässer (nein, Zwischenfragen sind an dieser Stelle nicht gestattet), Käptn Jack Sparrow räkelt sich mit Elizabeth im Sand von Tortuga, Captain Morgan und sein Papagei Chico, einige Wikinger und Sirenen und die MS Titanic (bitte Ruhe im Saal, wir nehmen das jetzt einfach mal so hin!) sind in der Birdmountainbay unterwegs und sehen sich ebenfalls Aug´ in Aug´ mit den fiesen Engeländern. Sie wollen sich am nächsten Morgen beim berühmten Schiff „Lilos Paradise“ versammeln und einen kühnen Plan aushecken….

So liebe Kinder, und nu ab ins Bett, damit wir morgen für den Kampf ausgeschlafen sind!!

Funfact-Rallye & AGs

<Es folgt ein Gastbeitrag der Lager-Galionsfigur, Sir Planschelott, der Glibschige:>

Nachdem ich nun aus meiner anfänglich etwas unstandesgemäß kopfüber unter dem Bugspriet gefesselten Lage (siehe Foto-Beitrag von gestern) befreit, und nun stolz auf der Planke liegend mein Lager überblicken kann, muss ich sagen, es erfüllt mich mit Stolz, Landenhausen wieder angefüllt mit sprudelig-quirligen Wasserkobolden zu sehen und ihrem sirenengleichen Gequietsche zu lauschen.

Des morgens wurden sie von der Lager-Kapitänin beim Fahnenappell begrüßt und in die Lagerregeln eingenordet. Danach wurden die AGs präsentiert, die sich die Leicht-Matros*innen aussuchen dürfen. Im Angeboten standen unter anderem Schiffs(modell)bau in der Werft-AG, Wald + Wiesen-AG zum Erkunden der Wildnis rund um das Lager, Wohlfühl-AG, Theater-, Ballsport-, Bastel-AG und viele mehr.

Langeweile wird schnell zum Grund für Meutereien, dem sollte mit der Vielzahl der AGs vorgebeugt sein.

Danach wurden die Matros*innen auf eine Rallye geschickt, bei der sie Fun-Facts über ihre nautischen Offiziere a.k.a. Betreuer*innen herausfinden sollten.

Erschöpft nach all dieser Arbeit gab es zum Abend trotzdem noch ein amtliches Kaperfest mit… nun… vielleicht könnte ich es Shantys mit viel Bass nennen. Es wurde jedenfalls gezappelt auf der Tanzfläche wie Heringe im Netz!

Nun denn, ich bin zufrieden, so kann die wilde Kaperfahrt weitergehen.
Verbindlichst, Ihr Horacius Planschelott, der Glibschige.

Anlandung an den heiligen Ufern

Nach einer rauen Überfahrt durch die A7-Passage mit gelegentlichen Flauten verursacht durch unerwartete Sperrungen, landeten die 4 Schiffe mit den klangvollen Namen „Boot 1“, „Boot 2“, „Boot 3“ und – ihr werdet es nicht erraten haben – „Boot 4“ sicher in der Marina Landenhausen. Die Vorhut hat das Lager bereits getreu dem diesjährigen Motto „Auf hoher See“ dekoriert und vorbereitet, so dass die kleinen Leichtmatros*innen direkt ihre Kojen beziehen konnten.