Archiv der Kategorie: Logbuch Landenhausen 2025

So moppe er das Deck!

Letzter Tag unserer Reise. Eine leichte Melancholie fängt an, sich unter der Mannschaft auszubreiten. Aber noch ist es nicht soweit! Um dem Trübsal entgegenzuwirken gab es nochmal ordentlich Action bei der Kieler Woche am vormittag. Achterbahn fahren (Marc fährt mit den Kids im Bulli wilde Schlangenlinien) war klarer Publikumsliebling, aber auch Buttons selber machen, Dosen werfen und sich von Dracia und ihrer Praktikantin Lulu bemalen lassen standen hoch im Kurs!
Danach wurde das Deck gewienert und die Kajüten geschrubbt! Einmal alle Hängematten raus und die blinden Passagiere aus den Zelten gejagt.
Am Abend wurden nach Discomusik erst die Fackeln und später das Abschiedsfeuer entzündet. Die Bürgermeisterin und der Bürgermeister verabschiedeten sich würdevoll und die Kapitänin dankte der gesamten Crew für diese gelungene Kaperfahrt. Die Landenhausen Klassiker „Perfect“ und „Das Sehnsuchtslied“ hallten über den Platz und ließen die ein oder andere Träne kullern. Ein letztes Mal löschten die Matros*innen in diesem Jahr in Landenhausen das Licht.

Das Grande Finale

Statt jeder Menge Wasser unterm Kiel (Yay!) gab es heute jede Menge Wasser auf den Dreispitz (Meh!). Daher wurden alle geplanten Aktivitäten vom Deck in die überdachten Kajüten verlegt. Einige Offiziere ließen sich ihre Frisuren verschönern, andere boten noch künstlerische Aktivitäten oder Werwolf-Jagd an.
Niemand konnte erahnen, was der Abend noch bringen würde! Die Mottotags Geschichte wurde zuende erzählt. William eröffnete seinem Bruder, dass er sich dem bösen Montgomery angeschlossen hatte, weil dieser ihm, anders als sein Bruder, erstmalig Anerkennung entgegen gebracht hatte. Wütend und enttäuscht schafft es Georgie, William in einem epischen Bruderkampf die Schatzkiste abzunehmen und ihn zu vertreiben! Die vielen Schlösser der Kiste können die kleinen Piraten mit den bei der Kaperfahrt erbeuteten Zahlencodes öffnen und dann – endlich – die hart verdiente Beute unter sich aufteilen. Jeder bekommt eine Goldmünze, Urkunden und Wahlzettel für das nächste Lagermotto. Morgen wird sich aufklären, wohin das Schiff Landenhausen nächstes Jahr thematisch segeln wird.
Bis dahin werden die vom Clap-Snap-Song wundgeklatschten Hände und die vom Perfect-Song wundgesungenen Kehlen ausgeruht.

Sturm auf die Chefbutze

Meuterei!! Im letzten AG Nachmittag kam es zu einem Aufstand der Matros*innen der Mission Impossible AG. Wahrscheinlich unterzuckert und dadurch aufgestachelt, versuchten sie die Kommandanturbutze zu erobern. Obwohl strategisch im Nachteil, da sie bergauf anstürmen mussten, lieferten sie sich eine erbitterte Schlacht mit den Offizieren und der Lagerkapitänin. Offensichtlich zermürbt von der Energie immer wieder anbrandender Wellen von wildentschlossenen Pirat*innen, musste sich die Kommandantur zwischenzeitlich zurückziehen, wodurch eine Flanke geöffnet wurde und durch den Wald herangeschlichene Meuterer die Veranda von der Seite erklettern konnten. Dort erbeuteten sie direkt eine Schatzkiste angefüllt mit Naschis, womit sie ihre Unterzuckerung behandelten. Dieser Sieg besänftige die Gemüter, so dass sich die Lagerleitung danach wieder in ihre Chefbutze zurückziehen konnte.
Währenddessen flatterten die letzten Artikel für die Lagerzeitung „Flaschenpost“ ein und konnten von der Chefredakteuse Rabea abgenommen werden.
In der Werft-AG wurden die letzten Korken-Kanonen und Wäscheklammer-Passagiere an den Schiffen angebracht und so sollten sie auch bereit sein für ihre Jungfernfahrt beim Finale morgen abend.
Gegen Abend brach ein Gewitter über das Lager herein, so dass das geplante Elephanten-Friedhof-Spiel abgesagt und stattdessen Spiele im Schiffsinneren angeboten wurden.

165 Frau und Mann auf des toten Mann’s Kist

Ein Durchbruch! Am Morgen erfuhren die kleinen Piraten von Georgie, dass die gestohlene Schatzkiste gefunden wurde. Allerdings ist die stark gesichert durch Codeschlösser und die Zahlen-Kombinationen an verschiedenen Stationen verteilt, wo sie durch Lösung verschiedener Aufgaben verdient werden müssen. So zogen sie los, durchs Dorf und auf den Berg zur alten Eiche, und knoteten außer Atem Palstege, entzifferten Morse-Codes und bauten Papierschiffchen, die mit Quietsche-Enten-Passagieren die Stromschnellen des Dorfbachs überstehen mussten. Georgie kann allerdings nicht glauben, dass sein Bruder wirklich diesen Verrat begangen hat. Es passt einfach nicht zu ihm…
Nachmittags kam es zur großen (Wasser-) Schlacht in der karibischen Hitze. Die Piraten rannten durch den Wasserbombenhagel und waren sehr bemüht, sich und ihre Offiziere mit Wasser-Becherattacken vor Hitzschlägen zu schützen, was auch sehr erfolgreich gelang. Völlig erschöpft erholten sie sich dann am Abend bei einer recht entspannten Gruppengestaltung.

Kurs hart am Geiselwind

Logbuch von Sir Planschelot, der Glibschige. Tag 10 unserer Fahrt.
Weit sind wir gereist durch die A3-Passage. Die Mannschaft, ausgestattet mit Proviant, Wasser und gut eingecremt, erreichte heute das geheimnisvolle Geiselwind-Dreieck, in dem schon so viele erfahrene Seemanns-Mägen auf die Probe gestellt wurden. Zur Erkundung dieser unübersichtlichen Gefilde schlug die Kommandantur zunächst ein Lager in einer strategisch günstigen Position auf, bevor die einzelnen Trupps ausschwärmten, um die vielen Attraktionen des Parks zu erobern. Ich war natürlich meistens dabei, um ein Auge auf meine Mannschaft zu haben und sie durch die gefährlichen Untiefen zu lotsen. Wir wurden gleich am Anfang in unserem Kanonenboot von Wassergeschützen unter schweres Feuer genommen. Mit soviel Wasser in den Augen war es manchmal schwer, Freund von Feind zu unterscheiden. Ich glaubte zwischenzeitlich, das die Offiziere Marc und Lasse tatsächlich auf ihre eigenen Leute feuerten, doch vermutlich wird mich eine Luftspiegelung getäuscht haben, denn zu solch einer Freveltat wären diese guten Leute nicht fähig. Der Wind auf der großen Schiffschaukel trocknete mein Fell schnell wieder und wir segelten weiter durch diese wilden Gewässer. Unsere gemeisam durchlebten Heldentaten schweißten uns zusammen und so hatte ich manchmal das Gefühl, dass nicht ich es war, der auf diese tapferen Mädchen und Jungs aufpasste, sondern dass sie es waren, die auf mich achteten, dass ich nicht über Bord ging. So verbrachten wir einen denkwürdigen Tag, der mit Grillwurst im Brötchen in unserem Lager endete. Ich muss sagen, dass ich sehr stolz auf diese Mannschaft bin, mit der man Tod und Teufel nicht fürchten muss.
Ende des Eintrags, Sir Planschelot, der Glibschige

Alarrrm! Alaaharrrm!

Unter heulendem Sirenenlärm herrschte heute früh rege Aufregung an Deck! Unter lautem Gebrülle versuchte jede Zeltmannschaft, beim Chaos-Spiel am schnellsten die Zahlen-Wort-Kombinationen herauszufinden. Der Name des Spiels ist dabei Programm. Die ganze Crew wurde durch die vielen trappelnden Füße in eine Staubwolke gehüllt und die Mannschaftskommandanten brüllten sich die Kehlen heiser, um ihre Leute beieinanderzuhalten, denn nur als ganze Mannschaft konnte man hier gewinnen!

Nach der nachmittäglichen Gruppengestaltung lockte abends eine liebliche Melodie und rhythmisches Klatschen die kleinen Piraten auf das Sportfeld. Der Clap-Snap-Song eröffnete eine abendfüllende Revue angefüllt mit Sketchvorführungen, Siegerehrungen, dem Song-Contest „The Voice of Landenhausen“, Cheerleading, einer Tanzvorführung der Berlin City Girls, Zauberwürfelbattle und Fun-Fact Quiz.

Taifun voraus!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Mit diesem Leitspruch und der Sturköpfigkeit eines Käptn Bligh, als er das Kap Horn umsegeln wollte, trotzten die Matros*innen heute dem ersten Regen unserer Landenhausen-Fahrt. Die meisten Aktivitäten wurden trotzdem ins Schiffsinnere verlegt und den wenigen Hartgesottenen brüllte die Kommandantur von der Brücke aus Sicherheitsbefehle zu: „REEEEGENJACKEN ANZIEHEN!!“. Beim Lagerfeuer ließ es sich dann temperaturmäßig durchaus aushalten und der Kurs konnte gehalten werden.
Zum Nachmittag war das Unwetter dann abgezogen und bei Sonnenschein fand das Trainingslager mit Fussball, Handball, Turnen, Hobby-Horsing, Plakate malen und Cheerleading statt.
Abends gehen die kleinen Matrosen ins Bett mit dem Wissen, dass in der Nacht die Äquatorquerung (Bergfest) ansteht – die Hälfte des Weges ist geschafft!

Schabernack im Skagerrak

Erwachsene Menschen, die mit Schlafsäcken und Wolldecken in Garageneingängen und Waldlichtungen liegen? Das sind natürlich die Trapper, die heute morgen von den kleinen Piraten gejagt und von denen sie kleine Namenkärtchen erbeuten mussten. Die rasende Reporterin Maja aus der Zeitungs-AG hat für uns ein paar Beweis-Fotos geschossen.

Am Nachmittag musste die Mannschaft sich wieder auf die finale Schlacht gegen Käptn Montgomery vorbereiten. Da man sich bei Säbel-duellen aber zu schnell schneidet, wurde Hand-Auge-Koordination und Kraft im Handgelenk beim großen Tischtennisturnier trainiert. Mit klangvollen Teamnamen wie zum Beispiel „Die geilen Reichen“, „Die Brokkoliköppe“, „Die Einfallslosen“, „Team Schlecht“ und „Kellenkrieger“ traten die Recken gegeneinander an, doch am Ende ging das Team „Jubostus“ (Eine Kombination der Namen Justus und Bo) siegreich aus diesem Wettstreit hervor.

In der Nacht ging es nach dem Lagerfeuer in den dunklen Wald zur Gruselnachtwanderung. Rabea verlas an einer stockdunklen Kreuzung die düstere Geschichte von Käptn Ahab und Moby Dick und zum Ende mussten sich die Piraten durch den Geisterpfad trauen, in dem diverse spukige Gestalten ihr Unwesen trieben. Lange war das Schreien und Kreischen im finsteren Wald zu vernehmen, doch jeder der tapferen Piraten kam sicher wieder im Lager an.

Elephantenfriedhof – the Endgame und das Spacken Open Air

Den fiesen Engländern unter ihrem Kommandanten Montgomery und dem Verräter William konnten die Piraten heute beim Spiel Seemannsgrab Elephantenfriedhof (Anmerkung von Enton: Es wird immer Elephantenfriedhof heißen, unabhängig vom Lagermotto! IMMEEEERRRRR Harharhar!) eine empfindliche Schlappe beibringen! Jede der vier Mannschaften konnte einmal den mächtigsten Spieler, Montgomery und den zweitmächtigsten, William, der vermutlich durch einen dunklen Voodoo-Zauber gleich fünf mal auf dem Schlachtfeld vertreten war, wegkegeln. Allerdings musste auch jede der Mannschaften eine Niederlage einstecken. So war dies nur eine Zwischenschlacht und alle Mannschaften zogen sich am Ende zum Mittagsessen zurück, um sich neu zu stärken.
Nachmittags wurden in den AGs weiter fleißig Schiffe gebaut, Werwölfe gejagt oder unter großen Eichen gechillt.
Am Abend öffnete dann zur Stärkung des Zusammenhalts der Mannschaft das Spacken Open Air seine Pforten. Nach Clap-Snap Mitmach Song und der Auslobung der besten Kostümierung durch die illustre Jury bestehend aus Stefan Raab, Jorge Gonzalez, Heidi Klum und Harald Glööckler wurde sich head-bangend, armwedelnd und hüpfend noch einmal richtig verausgabt, bevor wie jeden Tag um 22 Uhr vom Feldherrnhügel Trompetenklang gespielt von Enton zum Zapfenstreich ertönte.

Über die Planke, Pirat!

Aber mit dem Hintern zuerst! Wir wollen, dass es platscht!
Heute bei karibischen Temperaturen stand Spaddel- und Arschbombentraining auf dem Programm. Taktisches Geblubbere unter Wasser, Bürgermeisterspringen, Streckentauchen und Entern von Gummitieren.

Am Vormittag gabs noch Gruppengestaltung mit dem heutigen Highlight in der Kombüse unten im Dorf (die verdächtig nach dem Dorfbräuhaus aussah). Nach einem Security-Check konnten die kleinen Piraten in einem leicht dem Wahnsinn anheim gefallenen Supermarkt Snack kaufen und mussten dabei an der ihre Praktikantin (Enton) knechtenden Supermarkt-Azubine (Lea) vorbeikommen: „Du musst die Haribotüten mitm Etikett nach VORNEEE sortieren! Da is was ausgelaufen an Gang 3! Du musst feudeln und der Kundschaft stark im Weg stehen!“
Bezahlt wurde bei den beiden Kassierern (Marc und Lasse), die erst kurz vorher einen neuen Song released haben, der aufdringlich durch die Supermarktsoundanlage schallerte: „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft…“ (den Rest der Lyrics dieses Bangers kann man auf alten Reichsmark-Banknoten nachlesen). Durch diesen Lärm hindurch wurden die Piraten dann beim Bezahlen gefragt: „Hamsie die Kombüse Plus App?“ gefolgt von: „Chef, ich mach gleich Pause, ja?“
Danach noch am streng dreinblickenden Ladendetektiv vorbei und schnell wieder nach draußen. Eins ist sicher: Wer diesen Supermarkt übersteht, übersteht auch den stärksten Sturm!